Spielbericht U17 vs. Arminia Bielefeld
Mädchenspielgemeinschaft Holsen-Bruchmühlen

Starke erste Halbzeit macht Mut für die weitere Vorbereitung

Im ersten Testspiel der Vorbereitung musste sich unsere M&SG der U16w von Arminia Bielefeld am Ende deutlich mit 1:7 geschlagen geben. Das Ergebnis erzählt allerdings nur einen Teil der Geschichte. Gerade die erste Halbzeit zeigte nach gerade einmal zwei absolvierten Trainingseinheiten, dass bereits vieles in die richtige Richtung geht.

 

In der Anfangsphase benötigte unsere Mannschaft zunächst rund 15 Minuten, um sich defensiv zu sortieren und an das Tempo der Bielefelderinnen zu gewöhnen. Diese Phase überstand die M&SG jedoch unbeschadet. Mit zunehmender Spieldauer stand die Defensive immer sicherer und auch nach vorne konnten die ersten eigenen Akzente gesetzt werden.

 

Einer dieser Angriffe führte schließlich zu einer Ecke. Bielefeld bekam den Ball im Anschluss nicht entscheidend geklärt, sodass er im Gewühl an der Hand einer Abwehrspielerin landete – Elfmeter für die M&SG! Marta Schlüter übernahm die Verantwortung und verwandelte eiskalt in die linke untere Ecke zur 1:0-Führung.

 

Die Reaktion der Gastgeberinnen ließ nicht lange auf sich warten. Bielefeld erhöhte sofort den Druck und startete wütende Angriffe auf unser Tor. Bei einer dieser Situationen schien der Ausgleich bereits sicher: Eine Bielefelder Stürmerin setzte sich gegen unsere herausgeeilte Torhüterin Louisa Johannesmann durch und musste den Ball eigentlich nur noch ins verwaiste Tor einschieben.

 

Doch sie hatte die Rechnung ohne Maylie Wischnenko gemacht.

 

Maylie gab die Situation keinen Moment verloren und rettete die Führung mit einer spektakulären Weltklassegrätsche – eine Aktion wie zu Jürgen Kohlers besten Zeiten. Danach hatte die M&SG-Defensive das Geschehen immer besser im Griff und ließ kaum noch gefährliche Situationen zu.

 

Umso ärgerlicher fiel der Ausgleich. Eine Ungenauigkeit im eigenen Spielaufbau genügte, damit eine Bielefelderin nach nur einem Pass plötzlich frei vor unserem Tor auftauchte. Dieses Geschenk ließ sie sich nicht nehmen und schob in der 19. Minute zum 1:1 ein.

 

Bis zur Pause entwickelte sich anschließend eine ausgeglichene Partie mit dem einen oder anderen vielversprechenden Angriff auf beiden Seiten. Die jeweiligen Defensivreihen waren jedoch aufmerksam und konnten die Situationen souverän bereinigen. So ging es mit einem absolut verdienten 1:1 in die Halbzeitpause.

 

Nach der Pause schwinden die Kräfte

 

Die Geschichte der zweiten Halbzeit ist dagegen schnell erzählt. Nach erst einer Woche Vorbereitung und gerade einmal zwei gemeinsamen Trainingseinheiten machte sich der Kräfteverschleiß zunehmend bemerkbar. Der Akku war bei unserer Mannschaft sichtbar leerer.

 

Hinzu kamen im zweiten Durchgang einige Umstellungen und neue Positionskonstellationen – genau das, wofür Testspiele in dieser frühen Phase der Vorbereitung da sind. Nach erst zwei gemeinsamen Trainingseinheiten fehlten dabei verständlicherweise noch die gewohnten Abläufe und Automatismen. In Verbindung mit den schwindenden Kräften ging dadurch zunehmend die Ordnung verloren und Bielefeld konnte die entstehenden Räume immer besser nutzen.

 

Nach zwei relativ schnell aufeinanderfolgenden Gegentreffern gingen schließlich auch die Köpfe etwas nach unten. Bielefeld nutzte diese Phase konsequent aus und schraubte das Ergebnis bis zum Abpfiff auf 7:1 in die Höhe.

 

Ein Endstand, der gemessen am gesamten Spielverlauf sicherlich zu deutlich ausgefallen ist.

 

Auf dieser ersten Halbzeit lässt sich aufbauen

 

Viel wichtiger als das Ergebnis ist zu diesem frühen Zeitpunkt der Vorbereitung ohnehin die Entwicklung der Mannschaft. Und gerade die erste Halbzeit hat gezeigt, welches Potenzial in diesem Team steckt. Nach einer kurzen Findungsphase stand die Defensive stabil, nach vorne wurden eigene Lösungen gefunden und auch gegen einen starken Gegner hielt die Mannschaft sehr gut dagegen.

 

Besonders erfreulich: Alle Neuzugänge haben sich bereits hervorragend in die Mannschaft eingefügt. Nach gerade einmal zwei gemeinsamen Trainingseinheiten ist das alles andere als selbstverständlich und macht Lust auf die kommenden Wochen.

 

Deshalb gilt nach diesem ersten Test: Ergebnis abhaken, die richtigen Schlüsse ziehen und vor allem die vielen positiven Ansätze aus der ersten Halbzeit mitnehmen.

 

Mund abputzen, weiter geht’s! Die Vorbereitung hat schließlich gerade erst begonnen.

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